Weinjahr 2010 - Ein Jahr mit erfreulichem Ende


Das Jahr begann kühl. Mitte Januar war die Landschaft grösstenteils schneebedeckt. Die tiefen Januartemperaturen stellen für die Rebstöcke kein Problem dar. Das gute Jahresende liess die Rebtriebe ideal verholzen und ein Winterfrost ist wie schon in den letzten Jahren sehr unwahrscheinlich. In der zweiten Februarhälfte zog der Föhn durch die Rebberge und bescherte uns ein herrliches Bergpanorama. Im März suchte uns eine kalte Biese heim welche erst gegen Monatsende vom Föhn verdrängt wurde. Der Frühling zog ein und es waren Temperaturen gegen 20° zu messen. Der April wurde seinem Namen gerecht und bescherte uns wechselhaftes Wetter. Die Reben trieben einige Tage später aus als im Vorjahr. Am 11. Mai sassen wir wie auf Nadeln. Ein Hagelschauer zog von der Zentralschweiz in Richtung Zürich. Wir im Limmattal hatten - im Gegensatz zu anderen Weinbauern - grosses Glück und blieben von den zerstörerischen Eiskörnern verschont. Das Wetter blieb wechselhaft und die Reben verblühten nicht optimal. Ein eher tiefer Ernteertrag durfte erwartet werden. Erst im Juli reihten sich die sonnig warmen Tage, gefolgt von einem wiederum sehr nassen August. Der Herbst blieb wechselhaft und die Ernten fielen eher spät aus. Die tiefen Temperaturen während der Rebenblüte und der daraus folgende gemässigte Ertrag erhöhten entlasteten die Reben und erhöhten den Zuckergehalt der verbliebenen Traubenbeeren. Deshalb entsprach der Zuckergehalt dennoch in etwa dem Durchschnitt der letzten Jahre und bringt erfreuliche Weine hervor.